Frostfutter für das Aquarium: Übersicht über Sorten + Tipps zum Verfüttern

Frostfutter für das Aquarium

Wer Frostfutter für das Aquarium kaufen und an seine Fische oder andere Bewohner verfüttern möchte, der hat – wie wir wissen – manchmal Fragen. Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Arten von Frostfutter, ihren Nährstoffgehalt und für welche Aquarien-Bewohner sie jeweils besonders empfehlenswert sind.

Außerdem geben wir Tipps, worauf Sie beim Kauf achten müssen und klären, ob man die gefrorenen Würfel vorher auftauen und abspülen muss.

Wo kann man Frostfutter für das Aquarium kaufen?

Jedes Aquaristikfachgeschäft, das wir kennen, und so gut wie jeder Zoofachhandel oder Baumarkt, der eine Aquaristikabteilung hat, bietet Frostfutter in einem Gefrierschrank an.

Das Futter ist entweder in Tafeln verfügbar, die man an vorgestanzten Rillen leicht zerbrechen kann, oder es handelt sich um Blister, aus denen man die einzelnen, gefrorenen Würfel einfach herausdrücken kann.

Der Kauf im stationären Handel hat nicht nur den Vorteil, dass man lokale Geschäfte unterstützt. Man kann zudem auch einzelne Frostfutter-Tafeln kaufen, zum Beispiel um zu sehen ob die Fische das Futter überhaupt annehmen, während es online immer Mindestbestellmengen gibt.

Frostfutter online kaufen: Ist das ratsam?

Allerdings gibt es eine große Zahl an Sorten, die nicht jeder Laden alle bereithält. Und der Online-Kauf ist zudem oft billiger. Unserer Erfahrung nach ist es problemlos möglich, Frostfutter online zu kaufen. Bisher kam bei uns immer alles ohne Auftauen gut und sicher an.

Dabei sollten Sie aber einige Punkte beachten:

  • Frostfutter bestellt man am besten nicht während einer Hitzewelle. Hier ist die Gefahr dann doch zu groß, dass es taut. Da es sehr lange hält, kann man sich problemlos im Frühsommer für einige Monate eindecken.
  • Beachten Sie bitte, dass die meisten Händler erst ab einer gewissen Bestellmenge versenden, da eine besondere Verpackung in einer Styroporbox mit Kühlelementen nötig ist, um ein Auftauen zu verhindern.
  • Wählen Sie einen Anbieter, den Sie bereits kennen oder der gute Käufer-Bewertungen. So kann man sicher sein, dass das Futter auch gut verpackt und auftausicher versendet wird.

Frostfutter – die Top Produkte

Hier finden Sie die beliebtesten und meistverkauften Marken und Sorten für Frostfutter für das Aquarium:

Frostfutter ins Aquarium geben: Muss man es vorher auftauen?

Wir wurden recht oft gefragt, ob man Frostfutter eigentlich auftauen muss, bevor man es in das Aquarium geben darf.

Die Antwort laute: Nein, man muss es nicht zwingend erst auftauen lassen. Wir kennen viele Aquarianer, die den Würfel einfach ins Aquariumwasser halten, bis er sich auflöst. Viele Fische kennen das und zupfen das Futter direkt vom auftauenden Würfel.

Aber: Wir empfehlen trotzdem, das Futter vorher aufzutauen. Wie bei menschlicher Nahrung auch können im Tauwasser vermehrt Keime enthalten sein. Wenn Sie lieber auf Nummer Sicher gehen möchten, lassen sie den Würfel auftauen und spülen sie ihn (zum Beispiel in einem Artemia-Sieb) kurz mit klarem Wasser durch.

Vorteile und Nachteile von Frostfutter

Es gibt unzählige Arten von Futter für verschiedene Fische. Sie alle haben ihre Vorteile und Nachteile, nicht alle eignen sich für jede Art von Fischen, Garnelen und anderen Aquarienbewohnern. Genauso ist es natürlich beim Frostfutter.

Vorteile von Frostfutter:

  • Viel länger zu lagern als Lebendfutter
  • Ganze, artgerechte Futtertiere
  • Lässt sich immer frisch verfüttern
  • Einfach portionierbar (Abpackung in Würfeln)

Nachteile von Frostfutter:

  • Braucht Platz im Gefrierschrank
  • Aufwändiger beim Verfüttern als Flocken oder Pellets
  • Nicht alle Fische nehmen jedes Frostfutter gut an (das gilt aber generell für jede Futtersorte)
  • Es eignet sich im Gegensatz zu Pellets oder Flocken nicht für Futterautomaten

Welches Frostfutter für das Aquarium gibt es und für welche Tiere eignet es sich?

In unserem Ratgeber über Fischfutter können Sie nachlesen, wie sich unterschiedliche Fische ernähren. Die meisten sind Allesfresser und nehmen als Abwechslung gerne Frostfutter an.

Ausnahme: Einige Wildfänge oder Futterspezialisten fressen manchmal ausnahmslos Lebendfutter. Hier kann helfen, das Frostfutter in kleinen Mengen direkt in die Filterströmung zu geben, damit es sich bewegt und den Jagdtrieb anregt.

Hier eine Übersicht über die Sorten, die es beim Frostfutter gibt.

Frostfutter für das Aquarium mit großen Futterstücken

Für größere Fische eignet sich Frostfutter, das aus groberen Stücken besteht. Oft sind das Stücke von Fischen, Muschelfleisch, Shrimps oder Krebsen, es kann aber auch Rinderherz enthalten sein.

Aber auch ganze Stinte (kleine Süßwasserfische) oder im ganzen eingefrorene Garnelen können an große Raubfische verfüttert werden.

Frostfutter für das Aquarium: Spezielle Sorten für spezielle Bewohner

Für Jungfische eignen sich sehr kleine Frostfutter-Arten. Besonders klein sind zum Beispiel Cyclops (Ruderfußkrebse / Copepoden), Artemia-Nauplien, Rädertierchen (Brachionus) oder Bosmiden (Rüsselflohkrebse, kleine Verwandte der Wasserflöhe).

Neben dem „fleischigen“ Futter gibt es eingefroren auch rein pflanzliches Grünfutter für Herbivore (Pflanzenfresser) oder Mischungen aus Futtertieren mit Spirulina, Spinat oder anderen pflanzlichen Bestandteilen.

Manchmal ist auch Frostfutter mit Knoblauch erhältlich. Knoblauch soll das Immunsystem stärken und Wurmbefall vorbeugen.

Frostfutter für Diskus Fische

Spezial-Frostfutter für bunt gefärbte Fische wie Diskus ist oft ein Farbfutter. Das heißt, durch seine Zusammensetzung soll es die Farben der Fische besonders gut hervorbringen.

Für größere Fische und Barsche gibt es oft spezielle Mischungen wie zum Beispiel Cichliden-Mix, Malawi-Mix oder Tanganjika-Mix.

Die Klassiker: Mückenlarven, Wasserflöhe, Artemia & Co

So gut wie alle Fische (außer die reinen Pflanzenfresser) mögen ganze, gefrorene Futtertiere in passender Maulgröße. Bekannt sind hier vor allem die Mückenlarven, es gibt aber noch viel mehr Auswahl.

  • Artemia: Artemia (die Salinenkrebse) sind reich an Nährstoffen, Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren und Mineralien. Zudem sind sie leicht verdaulich und gelten als sehr gesundes Frostfutter für Fische.
  • Weiße Mückenlarven: Weiße Mückenlarven sind die Larven der Büschelmücke (die nicht stechen kann). Sie haben einen sehr hohen Nährwert und gehören zu den beliebtesten Frostfutter-Sorten.
  • Rote Mückenlarven: Rote Mückenlarven sind die Larven der Zuckmücke (die nicht stechen kann). Sie sind nährstoffreich und auch bei etwas größeren Fischen oft sehr beliebt.
  • Schwarze Mückenlarven: Schwarze Mückenlarven sind die Larven von Stechmücken und deshalb in aller Regel nicht als Lebendfutter erhältlich. Sie sind relativ klein und sehr beliebt bei Fischen und auch bei Zwergkrallenfröschen. Bei vielen Fischen erhöhen sie die Laichbereitschaft.
  • Wasserflöhe (Daphnia): Unsere heimischen Wasserflöhe (Daphnia) sind klein und eignen sich deshalb auch für kleinere Fischarten. Sie enthalten viele Ballaststoffe und sollten deshalb am besten im Wechsel mit anderem, leichter verdaulichem Futter gefüttert werden.
  • Gammarus: Gammarus (Bachflohkrebse) sind relativ groß und eignen sich gut für große Cichliden und große Welse. Für kleine Schwarmfische ist das Futter zu groß.
  • Tubifex: Tubifex (Schlammröhrenwürmer) eignen sich für die Zucht bestimmter Welsarten besonders gut.

Weitere Frostfutter-Sorten

Zusätzlich gibt es noch einige weitere Futtersorten, die als Frostfutter angeboten werden. Dazu gehören Krill (kleine, im Meer lebende Krebstiere) oder Mysis (Schwebegarnelen, die sich wegen ihrer Größe nur für größere Fische eignen).

Letzte Aktualisierung am 21.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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