Die Heizung im Aquarium: Arten und Wattzahlen

Heizung im Aquarium: 2 unterschiedliche Heizstäbe

Die Heizung im Aquarium gehört zur Grundausstattung. Aquarienheizungen sind ein unverzichtbares Element in der Aquaristik, da sie die Temperatur in Ihrem Aquarium konstant und geeignet für Ihre Fische und Pflanzen halten. Wie viel Watt die Heizung für das Aquarium haben sollte, hängt vor allem von der Beckengröße ab. Es gibt aber noch einige andere Punkte, auf die Sie beim Kauf einer Aquarienheizung achten sollten.

Darum ist eine Heizung im Aquarium wichtig

Viele Fische stammen aus tropischen oder subtropischen Regionen, beispielsweise in Südamerika, Australien, Afrika oder Südostasien. Ihr gesamter Stoffwechsel ist an die dort herrschenden Temperaturen angepasst. Einige Fische kommen jedoch auch aus kälteren Ursprungsregionen. Verschiedene Fische können also ganz unterschiedliche Temperaturanforderungen haben. Werden im Gesellschaftsaquarium mehrere Fischarten zusammengehalten, sollten sie unbedingt ihr Optimum im gleichen Temperaturbereich haben.

Fische sind wechselwarm (poikilotherm)
Fische sind sogenannte poikilotherme (wechselwarme) Tiere. Das heißt, dass ihre Körpertemperatur immer der Umgebungstemperatur entspricht.

Da Fische ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können, sind sie darauf angewiesen, dass wir ihnen die richtige Temperatur im Aquarium zur Verfügung stellen. Für viele Aquarienfische liegt das Optimum um die 25°C, sodass eine Heizung nötig ist.

Die Temperatur ist wichtig, denn sie beeinflusst wie aktiv der Stoffwechsel ist. Nur bei der für die jeweilige Art passenden Temperatur funktionieren Verdauung und Immunsystem normal und fühlen die Fische sich wohl und zufrieden. Zu hohe Temperaturen können dabei genauso schaden wie zu niedrige Temperaturen. Ein Thermometer sorgt dafür, dass Sie immer im Blick haben, ob der Heizstab auch korrekt funktioniert. So fällt sofort auf, wenn der Thermostat ausfällt und das Wasser zu warm wird, oder wenn die Heizung nicht mehr heizen sollte.

Arten von Aquarienheizungen

Für das Aquarium kommen Heizstäbe und verschiedene andere Arten von Heizungen in Frage:

  • Heizstab: Die häufigste und sehr energieeffiziente Heizmethode. Das Wasser wird durch einen eingetauchten Heizstab erwärmt, der einen Thermostat besitzt und automatisch ein- und ausschaltet. Weiter unten finden Sie eine Übersicht, wie viel Watt der Heizstab für verschiedene Aquariengrößen haben sollte.
  • Außenheizungen: Sie befinden sich außerhalb das Aquariums und werden meist in den Filterkreislauf integriert. Hierzu gehören auch die Außenfilter mit integrierter Heizung. Diese Systeme ermöglichen es, dass keine Heiztechnik im Aquariumwasser versenkt werden muss. Oft werden solche Außenheizungen für große Becken genutzt.
  • Bodenheizung: Heizmatten für den Aquariumboden sind wenig energieeffizient und erwärmen das Wasser nur leicht. Für die meisten Standardaquarien eignen sie sich eher nicht, sondern kommen eher für Paludarien, manche Arten von Zuchtbecken und spezielle Aquarienprojekte zum Einsatz.

Da Heizstäbe am häufigsten eingesetzt werden und sich für sehr viel Becken eignet, gehen wir hier vor allem auf den Heizstab als Heizung im Aquarium ein.

Hier finden Sie die beliebtesten Heizstäbe für das Aquarium:

Verletzungen vermeiden: ist die Heizung im Aquarium gefährlich?

Selbstverständlich sind alle Heizungen für Aquarien so ausgelegt, dass sie möglichst ungefährlich sind. Es gibt aber Fälle von Fischen, die bevorzugt hinter den Heizstab schlüpfen und sich so bereits Verbrennungen zugezogen haben.

Wer Tiere hält, die sich gerne in jeder Ritze im Aquarium verstecken möchten oder sich bevorzugt am Heizstab aufhalten, kann auf eine Außenheizung ausweichen oder sich ein spezielles Schutzgitter oder eine Schutzhülle besorgen, die um den Heizstab platziert wird. Einige Heizstäbe haben auch eine Plastikabdeckung (auf dem Bild das Modell von Aquael), die Schutz bietet und sich weniger stark erhitzt als die Wand von Glasheizstäben.

Heizstab mit Plastikgehäuse als Heizung im Aquarium
Heizstab mit Plastikgehäuse

Hier finden Sie Schutzgitter für Heizstäbe:

Wie viel Watt sollte der Heizstab haben?

Wie viel Watt ein Heizstab haben soll, ist eine häufig gestellte Frage. Sie kommt oft auf, wenn jemand die Heizung im Aquarium erneuern will oder ein Aquarium einrichten möchte, in dem er die Technikkomponenten selbst zusammenstellt.

Literzahl im Aquarium berechnen

Wie viel Liter das Aquarium hat, lässt sich am einfachsten so berechnen: Teilen Sie die Kantenlängen in cm jeweils durch 10 und multiplizieren Sie die Werte miteinander.

Beispiel: Ein Aquarium mit 30 cm Breite x 60 cm Länge x 30 cm Höhe hat also ein Volumen von 3 x 6 x 3 = 54 Liter.

Bei abgerundeten oder dreieckigen Becken funktioniert das natürlich nicht. Hier können Sie entweder etwas aufwändiger rechnen, beim Hersteller recherchieren oder sie messen ab, wie viel Wasser sie zum Wasserwechsel benötigen, schauen, wie viel Wasser Sie entnommen haben (z.B. ein Fünftel der Wasserhöhe) und rechen auf das Gesamtvolumen hoch.

In das Becken passt aber weniger Wasser, denn es enthält Bodengrund und Deko. Zudem werden Aquarien ja nicht bis zur Oberkante gefüllt. Sie können also ungefähr 20 % von dieser Literzahl abziehen, vor allem bei großer Deko mit vielen Steinen oder einer dicken 3D-Rückwand.

Wie viel Watt für wie viel Liter?

Wie viel Watt die Aquarienheizung haben muss, hängt vor allem von der Literzahl des Aquariums ab. Als Faustregel kann man sagen: Pro Liter Wasser im Aquarium sind 0,5 bis 1 Watt Leistung empfehlenswert. Für ein 54-Liter-Aquarium wäre das also ein Heizstab mit 25 bis 50 W. Wer sehr wärmeliebende Arten wie Diskus oder bestimmte L-Welse hält und sein Aquarium bis zu 28 oder 30 °C heizen muss, sollte besser 1 Watt pro Liter Wasser einrechnen.

Auch wenn das Becken in einem sehr kalten oder ungeheizten Raum steht, benötigt die Heizung im Aquarium mehr Power. Hier sollten Sie im Hinblick auf den Energieverbrauch dann aber gut überlegen, ob die Haltung wirklich dort stattfinden soll.

Wie lange läuft ein Heizstab im Aquarium am Tag?

Der Heizstab muss sich umso länger pro Tag einschalten, je geringer die Wattzahl und je höher die Differenz zwischen Raumtemperatur und der gewählten Temperatur im Aquarium. Möchten Sie überschlagen, welche Kosten der Heizer monatlich verursacht? Dann kann es sich lohnen, den Heizer einige Tage lang in ein Strommessgerät einzustecken (diese kann man sich manchmal auch ausleihen, bei einigen Stromversorgern sogar kostenlos).

Heizstab richtig installieren: Platzierung der Heizung im Aquarium

Der richtige Ort für die Heizung im Aquarium ist eine Stelle, die von der Filterströmung gut erreicht wird, damit das erwärmte Wasser sich gut verteilen kann. Bei sehr großen und vor allem bei langen, schmalen Becken mit weniger Strömung können Sie auch zwei Heizstäbe an unterschiedlichen Stellen anbringen.

Zum Installieren sollte der Heizstab von der Stromquelle getrennt sein. Er darf nicht trocken betrieben werden. Erst wenn der ganz eingetaucht und sicher an der Aquarienscheibe angebracht wurde, sollten Sie die Heizung im Aquarium einschalten bzw. den Stecker einstecken. Wasserpflanzen oder große Deko wie höhere Steine oder Wurzeln können den Heizstab kaschieren, damit er optisch nicht stört.

Muss man den Heizstab senkrecht anbringen?

Aus optischen Gründen oder für die beste Wärmeverteilung möchten manche Aquarianer den Heizstab gerne ganz eintauchen oder horizontal anbringen. Bitte schauen Sie hier auf Ihr Heizstab-Modell. Einige Heizstäbe sollen senkrecht montiert werden, sodass der Regler zur Temperatureinstellung und der Auslass des Stromkabels über Wasser liegen.

Die meisten hochwertigen Heizstäbe darf man aber schräg oder waagerecht stellen und sie ganz versenken.

Letzte Aktualisierung am 21.02.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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