Wie lange leben Fische im Aquarium? Lebenserwartung verschiedener Aquarienfische

Wie alt werden Fische im Aquarium? Beispielbild mit Fischen

Wie lange leben Fische im Aquarium? Wir haben die Lebenserwartung verschiedener bekannter und beliebter Zierfische aufgelistet. Außerdem finden Sie hier Tipps, was die Lebenserwartung bei Fischen im Aquarium beeinflusst und wie Sie die Gesundheit Ihrer Fische unterstützen können.

Wie lange leben Fische im Aquarium?

Die maximale Lebenserwartung verschiedener Fischarten unterscheidet sich stark. Bei den meisten kleinen Fischen im Aquarium kann man aber von einer Lebenserwartung zwischen zwei und fünf Jahren ausgehen, während die großen Welsarten wie der Wabenschilderwels über 20 Jahre alt werden können.

Allerdings werden mehr als 2000 Arten Zierfisch-Arten in Aquarien gepflegt, sodass wir hier nur eine grobe Übersicht über einige häufige Arten geben können. Verkäufer geben für jeden Fisch in der Regel auch die maximale Lebenserwartung an, sodass Sie sich vor dem Kauf Ihrer neuen Mitbewohner informieren können.

Lebenswartung bekannter und häufiger Aquarienfische

Bei einer Haltung bei passenden Bedingungen kann man von folgender Lebenserwartung ausgehen:

  • Antennenwels: bis zu 10 Jahre (manchmal auch deutlich länger)
  • Guppy: 2 bis 3 Jahre (durch Überzüchtung heute leider zunehmend kürzere Lebenserwartung)
  • Molly und Platy: 3 bis 5 Jahre
  • Neonsalmler: 4 bis 5 Jahre (im Vergleich: Schwarzer und Roter Neon werden bis zu 10 Jahre alt)
  • Skalar: bis zu 10 Jahre
  • Kampffisch (Betta splendens): 3 bis 5 Jahre
  • Goldfisch: 15 bis manchmal sogar 20 Jahre
  • Panzerwelse (Corydoras sp.): Je nach Art 3 bis 10 Jahre
  • Buntbarsche: Viele große Buntbarsche wie der Diskus können über 10 Jahre alt werden, Zwergbuntbarsche meist nur 3 bis 5 Jahre

Besonders kurzlebige Fischarten im Aquarium

Manchmal möchte man sich nicht so lange binden oder weiß schon, dass in naher Zukunft eine Veränderung ansteht, durch die man das Hobby wieder aufgeben muss.

Wir bekommen deshalb öfter die Frage: Gibt es eher kurzlebige Fische, die man im Aquarium halten kann?

Unser Tipp: Die ostafrikanischen anuellen Killifische (Gattung Nothobranchius).

Diese Fische sind auf eine Umgebung angepasst, in der jeden Sommer die Gewässer austrocknen. Die Fische sterben dann, legen aber Eier ab. Die Eier überdauern das Trockenfallen der Heimatgewässer. Die Jungfische schlüpfen dann wieder, wenn die Gewässer wieder Wasser führen.

Im Aquarium erfordert die Haltung wenig Aufwand, da kleine Aquarien mit sparsamer Einrichtung reichen. Die Lebensdauer verschiedener Nothobranchius-Arten beträgt nur 6 bis 18 Monate.

Wer sich nicht so lange binden möchte, kann aber auch auf wirbellose Tiere im Aquarium ausweichen. So haben beispielsweise die Urzeitkrebse wie die Feenkrebse oder Triops nur eine Lebenserwartung von maximal 3 bis 4 Monaten.

Besonders langlebige Fische im Aquarium

Andere Aquarianer suchen nach Fischen, die im Aquarium besonders langlebig sind. Das hat zum einen den Vorteil, dass man keine neuen Fische zukaufen muss. Ist das Ihr Hauptziel? Dann eignen sich auch Fische, die sich gut vermehren.

Lebenserwartung vs. Fortpflanzung
Vermehren sich die Fische ohne weiteres Zutun (was zum Beispiel beim Guppy der Fall ist), verjüngt die Fischpopulation sich von selbst und es kommen immer wieder Jungfische hinzu. Auch solche Fischarten können Sie also nahezu unbegrenzt lange halten, ohne weitere Fische zukaufen zu müssen.

Zu besonders langlebigen Fischen kann man hingegen ein ganz besonderes Verhältnis aufbauen. Sehr lange leben meist auch die sehr großen Fische im Aquarium, die man im Laufe der Zeit oft per Hand füttern kann.

Allerdings birgt das auch eine große Verantwortung, denn zum einen sind große Fische schwer zu vermitteln, wenn man doch einmal die Haltung aufgibt, zum anderen verpflichtet man sich für eine sehr lange Zeit (was positiv und negativ sein kann).

Lebenswartung bei Fischen: Beispiel Arowana
Der Arowana wird sehr alt, eignet sich wegen der Größe aber nur für große Schauaquarien.

Langlebige Aquarienfische (die aber alle besonders Haltungsbedingungen benötigen!) sind:

  • Goldfisch: In großen Becken mit guter Filterung und bei kühler Haltung (Absenkung im Winter) können sie 20 Jahre alt werden.
  • Arowana: Der riesige, bis 120 cm große Arowana (Osteoglossum bicirrhosum) kann in manchen Fällen deutlich über 20 Jahre alt werden.
  • Süßwasserrochen: Süßwasserrochen wie Potamotrygon reticulatus werden sehr alt, bis zu 25 Jahre sind möglich. Aber Vorsicht: Es handelt sich um Stechrochen, die gefährlich zustechen können.
  • Prachtschmerle: Die Prachtschmerle (Botia macracantha) wird oft unterschätzt und in viel zu kleinen Becken gehalten. Sie lebt aber bis zu 20 Jahre und wird in freier Natur bis zu 30 cm groß (im Aquarium meist nur 15 cm).
  • Wabenschilderwels: Beim „Wabi“ (Glyptoperichthys gibbiceps) gibt es Exemplare, die ein Alter von mehr als 25 Jahren erreicht haben.

Das beeinflusst die Lebenserwartung von Fischen im Aquarium

Wenn Sie ein Aquarium besitzen oder ein Aquarium einrichten möchten, ist es wichtig zu verstehen, welche Faktoren die Lebenserwartung Ihrer Fische beeinflussen können. Eine gut durchdachte Pflege kann dazu beitragen, dass Ihre aquatischen Mitbewohner ein langes und gesundes Leben führen. Hier sind die wichtigsten Aspekte, die Sie beachten sollten:

  • Aquariengröße und Besatzdichte: Zu kleine Aquarien, zu viel Besatz oder unpassende Vergesellschaftung von Arten führt zu Stress, Krankheiten und zu verringerter Lebenserwartung.
  • Temperatur: Ist die Temperatur zu hoch oder niedrig, funktioniert der Stoffwechsel der Fische nicht optimal, was zu einem frühen Versterben führen kann. Wichtig ist die Einhaltung der Haltungsempfehlungen und die regelmäßige Kontrolle mit einem Thermometer.
  • Fischfutter: Ein hochwertiges Fischfutter kann ein Fertigfutter sein. Viele Fische leben jedoch länger, wenn sie auch Lebendfutter und Frostfutter bekommen. Reine Pflanzenfresser benötigen ebenfalls eine spezielle Ernährung.
  • Futtermenge: Fische sollen natürlich nicht hungern. Sie leben aber länger, wenn man eine Überfütterung und Verfettung der Fische vermeidet.
  • Wasserwerte: Jede Fischart hat ihre eigenen Ansprüche an die Umgebung. Sie sollten deshalb von Anfang an für passende Bedingungen sorgen und bei der Haltung regelmäßig das Aquarium reinigen, Wasserwechsel durchführen und die Wasserwerte messen.
  • Krankheiten: Fische sind Wirbeltiere, die Schmerzen empfinden können. Krankheiten können nicht nur die Lebensdauer verkürzen, sondern sollten alleine schon aus Gründen des Tierschutzes immer behandelt werden.
  • Stress: Wie bei allen Tieren (und Menschen eingeschlossen) sorgt Dauerstress auch bei Fischen für Krankheiten und eine kürzere Lebenserwartung. Eine optimale Haltung, viel Platz, eine artgerechte Beckeneinrichtung und das Vermeiden von Lärm in Aquariennähe sind eine gute Vorsorge.

Fazit: Wie lange leben Fische im Aquarium?

Wie lange Fische im Aquarium leben, hängt von vielen Faktoren ab. An sich haben verschiedene Fischarten eine sehr unterschiedliche Lebenserwartung. Zusätzlich sorgt eine gute Haltung dafür, dass die Tiere ihre maximale Lebenserwartung auch fit und gesund erreichen können.

Die Frage „Wie lange leben Fische im Aquarium?“ sollten Sie sich immer stellen, wenn Sie ein neues Becken einrichten oder neue Fische mit dazusetzen. Fischkauf sollte immer gut überlegt sein, denn wir übernehmen hier die Verantwortung für empfindsame, stressempfängliche Tiere mit eigenen Bedürfnissen.

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